„Was niemals stirbt“
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Das Leben von Takashi und Midori Nagai
„Die Stadtviertel, die Fabriken, die Schulen, die Kirchen, die Wälder, die Felder. Alles was gelebt hatte und jetzt leblos war - alles war nur noch ein Mantel aus weisser Asche. Meine geliebte Ehefrau war tot. Mein Haus und all meine Habe waren zu Asche geworden.
Und dennoch…
Als ich erkannte, dass ich etwas suchen musste, das niemals stirbt, nistete sich eine neue und große Hoffnung in mein Herz ein.
Ich begann ein neues Leben.“
(T. Nagai)
Herzliche Einladung zur Ausstellung auf dem Campus Irchel der Uni Zürich vom 13.09.-20.09.2024
Was macht ein japanisches Ehepaar des vergangenen Jahrhunderts in aller Welt interessant? Warum Jahrzehnte später und tausende Kilometer entfernt eine Ausstellung über sie?
Es ist die Hoffnung und Botschaft des Friedens, die ihre Lebenshaltungen ausstrahlen.
In Kooperation mit dem Verein „Knotenpunk - Begegnung verbindet e.V.“ zeigen wir die Kurzversion der Ausstellung „Was niemals stirbt - das Leben von Takashi und Midori Nagai“ in bilingualer Form (Deutsch und Englisch).
Save the Date!
Am 17.09.2024 findet eine Einführungsveranstaltung mit Apéro und Einführungsimpuls für alle Interessierten statt - die Teilnahme ist kostenlos!
Führungen
Es werden täglich kostenlos Führungen durch die Ausstellung angeboten, auf Anfrage können aber auch individuelle Termine vereinbart werden.
Öffnungszeiten
Die regulären Öffnungszeiten der Uni sind Montag bis Freitag von 7 - 19 Uhr. Auf Anfrage kann die Ausstellung auch ausserhalb der Öffnungszeiten besichtigt werden.
Hilf uns, die Nagais bekannt zu machen!
Du kannst auch über diesen Weg spenden:
Kulturinitiative Zürich
CH86 8080 8009 0467 1791 2
Verwendungszweck: Nagai
Hintergrundinformationen zur Ausstellung
Freude, Hoffnung, Glück, ein neues Leben - es erscheint unfassbar, dass der japanische Radiologe Dr. Takashi Nagai nach dem Verlust seiner geliebten Ehefrau Midori und allem materiellen Besitz durch den Atombombenabwurf auf Nagasaki 1945 seinen Alltag mit diesen Worten beschreiben kann. Er hat auch nach der Atomkatastrophe den Wunsch bewahrt, die in allem verborgene Schönheit zu entdecken.
Er wird zum "Mystiker des Friedens", denn er setzt all seine Kraft für den spirituellen und materiellen Wiederaufbau Nagasakis ein. Nicht Hass und Rachsucht prägen den Arzt, sondern die Bereitschaft zur Versöhnung. Durch entscheidende Lebensereignisse, Schriften des Naturwissenschaftlers und Philosophen Blaise Pascal sowie die Begegnung mit einer christlichen Familie fand er zum katholischen Glauben. Er und seine Frau Midori wurden für das durch zwei Kriege verwundete japanische Volk zu Zeugen selbstloser Nächstenliebe.
Heute ist Krieg in Europa. Er fordert uns heraus, politisch und persönlich und lässt uns fragen: Auf wen schauen wir, an wem können wir uns orientieren? Wo ist die Wurzel des Friedens? Diese Fragen machen es lohnend, hier und heute auf das Leben von Takashi und Midori Nagai zu schauen.
Ihr Lebensweg ist von der Suche nach Wahrheit, Sinn und persönlicher Berufung gekennzeichnet in der Gewissheit, dass die Antwort darauf Tag für Tag entdeckt werden kann. Ihr Glaube befähigt Takashi und Midori zu einer selbstlosen Hingabe, durch die sie zu wichtigen Bezugspersonen in ihrer Umgebung werden.
Takashi überlebt den Atombombenabwurf auf Nagasaki 1945. Trotz fortschreitender Strahlenkrankheit, die ihn bald ans Bett fesselt, ist seine Lebensfreude ungebrochen. Er schreibt wissenschaftliche und autobiographische Bücher und setzt sich unermüdlich für Versöhnung, Frieden und Wiederaufbau ein. In vielen Menschen entfachte er neuen Mut. Er ist ein entscheidender Hoffnungsträger in seiner Umgebung und weit über Japan hinaus.
Die Ausstellung zeigt auf 10 illustrierten Bildtafeln das Leben von Takashi und Midori Nagai und würdigt darüber hinaus die Geschichte des Christentums in Japan sowie die dortige shintoistische und buddhistischen Spiritualität ebenso wie die konfuzianische Ethik.